Endokrine Orbitopathie

Eine Endokrine Orbitopathie ist häufig Folge einer Schilddrüsenfehlfunktion (Morbus Basedow), die mit vielen Beschwerden einhergehen kann. Besonders auffällig sind die häufig deutlich hervorstehenden Augen („Glubschaugen“), was nicht selten dazu führt, dass Betroffene Doppelbilder sehen. Unsere Augen sind oft das Erste, was wir im Gesicht unseres Gegenübers wahrnehmen. Und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie unangenehm es ist, wenn sie hervortreten.

Wir bieten in unserem Basedow-Zentrum zwei operative Therapieverfahren an, die auch miteinander kombiniert werden können. Bei der knöchernen Dekompression vergrößert man durch Eingriffe an der Knochensubstanz den Raum der Augenhöhle und schafft so wieder ausreichend Platz für das Auge und den vergrößerten Umfang an Weichteilen.

Bei einem zweiten Verfahren, das in unserer Abteilung für Plastische Chirurgie entwickelt wurde und sich transorbitale Dekompression (T.O.D.) nennt, entfernt man gezielt das überschüssige Fettgewebe um das Auge. Dadurch entsteht in der Augenhöhle wieder Raum und der Augapfel kann in seine ursprüngliche Position zurückgleiten. Dieses Verfahren ist besonders schonend und reicht in der Regel zur Behandlung hervorstehender Augen vollkommen aus.